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In grauer Vorzeit lebte einst ein starker und mächtiger Stamm, das Land war die reinste Pracht. Man versammelte sich um zusammen zu feiern, zu lernen und zu leben. Wenn die Jungen sieben Winter alt wurden, konnten sie sich den kühnen Recken des Stammes anschliessen und mit ihnen die wildesten Abenteuer erleben.
Der Überfluss an Allem hatte die kühnen Kämpfer zu selbst verliebt werden lassen und schon bald entstand ein Zwist. Aus ihm ging der grosse Kampf hervor und der Stamm spaltete sich in zwei mächtige Clans. Keiner weiss mehr genau warum es bei der alten Fehde ging, doch jeder Clan beharrte darauf, dass er der Grösste, Mächtigste und Beste sei.

Über die Geschichte wie alles begann, kursieren heute noch Geschichten und Gerüchte, so munkeln die einen, dass es um die Macht im Lande ging. Man hört aber auch Stimmen, dass das schöne Geschlecht eine wichtige Rolle gespielt habe. Wieder andere sagen, der Streitpunkt sei ein gebrate-ner Ochse gewesen, doch das spielt heute keine Rolle mehr. Fakt ist, keiner der beiden neuen Clans weiss noch genau, warum man sich gegenseitig so abgrundtief hasst...

Auf den Streites folgte eine riesige Schlacht, welche das ganze Land in eine düstere Epoche stürzte, Ressourcen wurden verschwendet, das Reich geschändet, bis die Clans sich voneinander abwendeten.

So entstand der Clan der Neubürgler, sie tragen ein Schloss in ihrem Banner, als Zeichen des Zusammenhaltes und der Einigkeit. Das Grün steht für die Kreativität, die Offenheit und die Neugierde, die den Clan auszeichnet.

Ihnen gegenüber, unter dem Roten Banner, ein verfressener, wrestling-süchtiger Haufen, der sich Tannegg nennt. Die Farbe des Blutes auf dem Banner steht nicht nur für ihren Mut im Kampf und ihre Vorliebe für Fleisch direkt vom Tier, nein auch für die Blutsbruderschaft zwischen den Mitgliedern des Clans.

In bitterer Feindschaft lebten die beiden von nun an, ob der Grund dafür die alte Fehde, der Kampf um das schöne Geschlecht oder einfach nur Futterneid (was für Tanneggler nicht unwahrscheinlich wäre) ist, kann heute keiner mehr mit Sicherheit sagen.

So bekämpften Clans sich immer weiter ...
Einmal lag die Macht der Masse in der Hand der einen um in den Jah-ren darauf in jener der anderen zu liegen. So wogte die Macht hin und her während die Jahrzehnte dahin flossen. Jedoch konnte keiner der beiden Clans den anderen unterjochen. Man lernte sogar das Kriegsbeil zu be-graben, wenn es darum ging, Stärke gegenüber den anderen Völkern des Landes zu zeigen.
Doch so wie die Jahre bessere Zeiten brachten, so gab es auch Tage in de-nen der kreativste Neuburger-Clanführer keine Idee hatte und die Teller der Tanneggler fleischlos blieben!
Man erzählt sich  vieles von den Erfolgen der vergangenen Jahrzehnte, von stolzen Anführern, starken Helden und manche beten gar noch alte Halbgötter an. Die schlechten Tage werden lieber vergessen, wer will sich schon an einen Teller ohne Fleisch erinnern?

In der jüngeren Zeit traf es jedoch das Volk unter dem Roten Banner schwer. Die ach so beliebten Scharmützel wurden zum Verhängnis, man verlor starke Krieger in den Wirren der Zeit und der Nachwuchs war nicht vorhanden. Die verlorenen Schlachten und der Mangel an erfahre-nen Kämpfern senkte die Attraktivität des Clans und die Jungen such-ten andere Idole. So zeichnete sich eine Durst- (oder schlimmer eine Hunger-) Periode ab, alte Krieger mussten nochmals jung werden und ih-re Muskeln spielen lassen.
Mit Müh und Not klappte es mit Hilfe der alten Helden, ein paar Neuen, sowie einem starken Anführer. Es konnten wieder Jagd- und Kampferfolge verzeichnet werden!

 Die neue Stärke lockte talentierte Junge an, die sich dem Clan anschlies-sen wollten. Doch da in den Ländereien die Anzahl des Nachwuchses li-mitiert ist und noch andere Clans um die Gunst der Jungen buhlen, stürzte der Aufstieg von Tannegg die Neubürgler ins Chaos...
Mit jedem Mitglied, dass der Roten Fahne die Treue schwor, sank das Interesse der Jungen für die Neubürgler mehr! Anfangs hielten sich die Probleme noch in Grenzen, es kämpften noch viele unter dem Grünen Banner, doch der Abstieg zeichnete sich immer mehr ab. Die kreativen mächtigen Leitkrieger wurden älter und so wie sich die Jahre auf den Bu-ckeln mehrten so taten es auch die Probleme des Clans. Köpfe wurden zermürbt und die Kreativität und Spontaneität versickerte wie ein kleiner Bach bei Dürre. Energien wurden aufgebracht, neue kreative Köpfe ge-sucht, gefunden und wieder verloren. Die Jungen missten die alte Stärke des Clans, wanderten ab , nur ein paar wenige hielten sich am Strohhalm der Hoffnung. Es wurden sogar probeweise Bündnisse mit alten Feinden geschlossen. Die Tanneggler wurden um Hilfe ersucht, die Jagd wurde zu zweit ausgetragen, doch dies riss alte Narben auf und neues Salz fand sei-nen Weg in die Wunde...

Doch die Zeit spielte auch den Tannegglern nicht nur gut in die Hände, so waren nun Junge da, welche nach einer Ausbildung lechzten. Doch die Veteranen waren  müde. Der Kraftakt um den Clan wieder zum Laufen zu bringen hatte sie an ihre Grenzen geführt. Sie wollten die Plätze räu-men, doch wer blieb zurück? Den übrig gebliebenen Kriegern fehlte es an Erfahrung und wer diese hatte, dem fehlte es an Zeit.

Die missliche Lage der beiden Clans, bewog ihre Anführer dazu, sich im Geheimen zu treffen. Sie mussten schlau vorgehen, jeder falsche Tritt könnte sie ihren Posten oder schlimmer ihren Kopf kosten. Viel rhetori-sches Geschickt wurde gebraucht um die Clans zu besänftigen und eine Versammlung einzuberufen. Kämpfer, Veteranen und alte Helden wur-den zu Rate gezogen.
Anfangs drohte die Sache zu eskalieren, ein Zweiter Grosser Kampf wurde heraufbeschworen, falls die anderen einem nur zu nahe kämen. Doch die Weisheit, die auch Kämpfer im Alter erlangen können, beruhigte die jüngeren und noch hitzigen Gemüter. Schliesslich siegte die Vernunft, jeder wollte nur das Beste für seinen Clan und die Idee setzte sich langsam in den Köpfen.

Nach kurzer Zeit begann die Idee in einigen Schädeln zu gären und als Resultat entstand ein köstlicher Nektar von grossen Ideen.

Mächtigster Stamm – wie in den Alten Blühenden Zeiten

...ein Volk von einzig Brüdern...

...ein Stamm, sie alle zu knechten...

Köpfe beginnen zu glühn, Neubürgler spüren die vergessene Fantasie aufblühn, Tanneggler träumen von riesigen Fleischbergen, von ganzen Ochsen...
Augen beginnen zu glänzen, doch was würden die noch kampflustigen Jungen sagen? Zweifel kommen und gehen, Euphorie breitet sich aus und doch bleibt Misstrauen – ein Entschluss wird gefasst.
Man solle 2 Wochen auf engstem Raume zusammenleben, wenn dann bei-de Clans die Keilereien überlebten dann könne dies nur ein Zeichen der Götter sein.

So wurde es beschlossen und nun meine Freunde...

...lasset uns Geschichte schreiben!

 

Geschrieben von den Wirren der Zeit
für die Nachwelt erhalten
von Pulga

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 12. Juni 2010 um 22:14 Uhr